Für den Begriff der Arbeits­lo­sig­keit gibt es meh­re­re Defi­ni­tio­nen. All­ge­mein kann die unfrei­wil­li­ge Arbeits­lo­sig­keit beschrie­ben wer­den als Zustand, bei dem das Arbeits­an­ge­bot in Form von erwerbs­fä­hi­gen Bür­gern die Arbeits­nach­fra­ge in Form von Arbeits­stel­len über­steigt.

Bei der Arbeits­lo­sig­keit unter­schei­det man haupt­säch­lich zwi­schen vier ver­schie­de­nen For­men. Die­se sind die Frik­tio­nel­le-, die Sai­so­na­le-, die Kon­junk­tu­rel­le- und die Struk­tu­rel­le Arbeits­lo­sig­keit. Die Frik­tio­nel­le Arbeits­lo­sig­keit ist nur von kur­zer Dau­er und ent­steht beim Über­gang von einem Arbeits­ver­hält­nis in ein ande­res. Sai­so­na­le Arbeits­lo­sig­keit ergibt sich im Lau­fe des Jah­res oder auf­grund kli­ma­ti­scher Ände­run­gen. Sie tritt häu­fig in der Land­wirt­schaft und der Gas­tro­no­mie auf. Kon­junk­tu­rel­le Arbeits­lo­sig­keit ent­steht bei Kon­junk­tur­schwan­kun­gen, was oft­mals einen Nach­fra­ge­rück­gang mit sich bringt. Kommt es zu Arbeits­lo­sig­keit auf­grund von Struk­tur­kri­sen, wie zum Bei­spiel der Aus­tausch von Arbeits­kräf­ten durch Maschi­nen, spricht man von Struk­tu­rel­ler Arbeits­lo­sig­keit.

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Posi­tio­nen der Par­tei­en zur Arbeits­lo­sig­keit

AfD

  • legt kei­ne For­de­run­gen zur Schaf­fung von Arbeits­plät­zen vor
  • will einen Ord­nungs­rah­men schaf­fen
  • möch­te den Arbeits­markt von Büro­kra­tie befrei­en
Aus­führ­lich

CDU

  • will Voll­be­schäf­ti­gung in Deutsch­land errei­chen
  • sieht in der Arbeit die Grund­la­ge für das selbst­be­stimm­te Leben
  • möch­te Arbeits­lo­sig­keit mit bes­se­ren Bil­dungs­chan­cen bekämp­fen
Aus­führ­lich

FDP

 

  • will Büro­kra­tie auf dem Arbeits­markt redu­zie­ren
  • stellt einen Plan zur Reform des Arbeits­mark­tes auf
  • for­dert Wachs­tums­im­pul­se
  • möch­te eine Job­cen­ter­re­form
Aus­führ­lich

CSU

  • setzt auf den Erhalt von Arbeits­plät­zen
  • sieht eine Gefahr durch inter­na­tio­na­le Mono­po­le
  • för­dert Arbeits­plät­ze im Ener­gie­be­reich
Aus­führ­lich

Linke

  • kri­ti­siert die stei­gen­de Zahl an befris­te­ten Arbeits­plät­zen
  • kri­ti­siert die erschwer­ten Mög­lich­kei­ten für Lang­zeit­ar­beits­lo­se, wie­der berufs­tä­tig zu wer­den
  • for­dert die geziel­te staat­li­che Schaf­fung neu­er, sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ger Arbeits­plät­ze
Aus­führ­lich

B90/Grüne

 

  • för­dern öko­lo­gi­sches Wirt­schaf­ten, da dadurch neue Arbeits­plät­ze geschaf­fen wer­den sol­len
  • wol­len Rah­men­be­din­gun­gen für Start-Ups und Selbst­stän­di­ge opti­mie­ren
  • wol­len den Zugang zu Wag­nis­ka­pi­tel und Mikro­kre­di­ten ver­bes­sern
  • for­dern „umsteu­ern“ der Poli­tik auf Wei­ter­bil­dung und nach­hal­ti­ge Stra­te­gi­en
Aus­führ­lich

SPD

 

  • will den Haus­halts­über­schuss wie­der inves­tie­ren
  • sieht Kor­rek­tur­be­darf bei der Agen­da 2010
  • will mehr Geld für Qua­li­fi­zie­rung und Wei­ter­bil­dung von Arbeits­lo­sen
Aus­führ­lich