Elek­tro­mo­bi­li­tät, also die Nut­zung von Kraft­fahr­zeu­gen, wel­che mit Strom oder einer Kom­bi­na­ti­on aus Strom und Ben­zin ange­trie­ben wer­den, ist ein ste­tig wie­der­keh­ren­des The­ma in der Poli­tik und den Medi­en Deutsch­lands. Ein gro­ßer Teil der welt­wei­ten Emis­sio­nen stammt aus dem Betrieb von Kraft­fahr­zeu­gen und Maschi­nen, wes­halb ein Umstieg auf emis­si­ons­ar­me Elek­tro­au­tos ein Schritt in eine umwelt­freund­li­che­re Mobi­li­tät sein könnte.

Im Jahr 2015 waren in Deutsch­land rund 44 Mil­lio­nen PKW ange­mel­det, rund 32.000 davon waren soge­nann­te Elek­tro­au­tos. Bis 2020 hat sich die Bun­des­re­gie­rung das Ziel gesetzt, dass eine Mil­lio­nen Elek­tro­au­tos auf deut­schen Stra­ßen genutzt wer­den. Ange­sichts lang­fris­tig stei­gen­der Ölprei­se und der star­ken Belas­tung städ­ti­scher Gebie­te durch Lärm und Fein­staub, erscheint ein Umstieg auf umwelt­freund­li­che­re Kraft­fahr­zeu­ge vor­teil­haft für alle Bür­ger. In vie­len Groß­städ­ten sind die Grenz­wer­te für Schad­stof­fe fast erreicht oder sogar über­schrit­ten. Doch auch auf gesamt­ge­sell­schaft­li­cher Ebe­ne spre­chen die Abhän­gig­keit von aus­län­di­schem Öl und der glo­ba­le Kli­ma­wan­del für eine Redu­zie­rung des Schad­stoff-Aus­sto­ßes. Mit einer gerin­ge­ren Abhän­gig­keit von aus­län­di­schen Lie­fe­ran­ten wären bei­spiels­wei­se sta­bi­le­re Treib­stoff­prei­se mög­lich – im Jahr 2000 kos­te­te ein Liter Ben­zin ledig­lich rund 100 Cent.

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Posi­tio­nen der Par­tei­en zu Elektromobilität

AfD

Die AfD hat sich noch nicht aus­rei­chend genug zur Elek­tro­mo­bi­li­tät geäu­ßert, um einen Ver­gleich mit ande­ren Par­tei­en zu ermöglichen.

 

CDU

  • ist für einen Aus­bau der Elektromobilität
  • beschloss eine Ein­füh­rung einer Kauf­prä­mie für Elek­tro- und Hybridfahrzeuge
  • hat einen kon­kre­ten Plan zum Aus­bau der Infra­struk­tur für E-Fahrzeuge
  • for­dert, dass Deutsch­land unab­hän­gi­ger vom Erd­öl wird
  • möch­te einen Bei­trag zum Umwelt­schutz leisten
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CSU

  • for­dert einen Aus­bau der Lade­sta­tio­nen für Elektroautos
  • war am Beschluss der Kauf­prä­mie bei Neu­an­schaf­fung beteiligt
  • hat die För­de­rung umwelt­scho­nen­der Infra­struk­tur als Grundsatzziel
  • for­dert die Wei­ter­ent­wick­lung der Fahrzeugtechnologie

Aus­führ­lich

SPD

 

  • hat das Ziel, eine Mil­li­on Elek­tro-Fahr­zeu­ge bis 2020 auf die Stra­ßen zu bringen
  • setz­te finan­zi­el­le Erleich­te­run­gen bei der Beschaf­fung von E-Fahr­zeu­gen durch (Prä­mi­en und Sonderabschreibungen)
  • will die Lad­ein­fra­struk­tur verbessern

Aus­führ­lich

B90/Grüne

 

  • sind für einen Aus­bau von Elektromobilität
  • for­dern einen Aus­bau der Lad­ein­fra­struk­tur für E-Autos und Plug-In Hybride
  • for­dern stär­ke­re poli­ti­sche Unter­stüt­zung der Auto­mo­bil­her­stel­ler bei alter­na­ti­ven Antrieben
  • stre­ben einen ganz­heit­li­chen Wan­del hin zu einem „grü­nen“ Ver­kehrs­we­sen an

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Linke

  • ist gegen die ein­zel­ne Sub­ven­tio­nie­rung von Elek­tro­au­tos bzw. von Automobilherstellern
  • ist für den Aus­bau des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs, sowie des Schie­nen- und Verkehrsnetzes
  • for­dert die nach­hal­ti­ge Gestal­tung des öffent­li­chen Verkehrssystems

Aus­führ­lich

FDP

 

  • bezeich­net die Kauf­prä­mie für Elek­tro­au­tos als eine teu­re Subvention
  • ist über­zeugt, dass eine Prä­mie der fal­sche Weg ist
  • möch­te statt­des­sen tech­no­lo­gie­of­fe­ne Forschungsförderung
  • will den Ver­kehrs­sek­tor schritt­wei­se in euro­pa­wei­ten CO2-Emis­si­ons­han­del einbeziehen

Aus­führ­lich