Unter Gleich­ge­schlecht­li­che Ehe wird die Ehe­schlie­ßung zwi­schen zwei Men­schen des glei­chen Geschlechts ver­stan­den. Ins­be­son­de­re in den nord- und süd­ame­ri­ka­ni­schen, sowie den meis­ten west- und nord­eu­ro­päi­schen Län­dern besteht die Mög­lich­keit der Ehe­schlie­ßung zwi­schen zwei Part­nern mit dem glei­chen Geschlecht. Das ers­te euro­päi­sche Land, in dem die gleich­ge­schlecht­li­che Ehe per Gesetz ermög­licht wur­de, waren die Nie­der­lan­de im Jahr 2001. Eben­falls seit 2001 ist es für deut­sche Staats­bür­ger mög­lich, in einer ein­ge­tra­ge­nen Lebens­part­ner­schaft zu leben.

Die Unter­schie­de zwi­schen einer Ehe und einer ein­ge­tra­ge­nen Lebens­part­ner­schaft sind vor allem recht­li­cher Natur und wei­sen Über­schnei­dun­gen, aber auch Unter­schie­de auf. Die wich­tigs­ten, recht­lich iden­ti­schen Rege­lun­gen bezie­hen sich auf die Ren­te, die Kran­ken­ver­si­che­rung und die Tren­nung bzw. Schei­dung der Part­ner. Doch es gibt auch Unter­schie­de!

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Posi­tio­nen der Par­tei­en zu Gleich­ge­schlecht­li­che Ehe

Linke

  • for­dert die recht­li­che Gleich­stel­lung von gleich­ge­schlecht­li­chen Lebens­part­ner­schaf­ten
  • for­dert die Öff­nung der Ehe für gleich­ge­schlecht­li­che Part­ner
  • kri­ti­siert die Bun­des­re­gie­rung für ihr man­geln­des Enga­ge­ment

Aus­führ­lich

FDP

  • for­dert die gesetz­li­che Gleich­stel­lung der gleich­ge­schlecht­li­chen Ehe mit vol­ler recht­li­cher Absi­che­rung
  • sieht in Rech­ten und Pflich­ten bei gleich­ge­schlecht­li­chen Ehen und Part­ner­schaf­ten kei­ne Unter­schie­de
  • for­dert die Bun­des­re­gie­rung auf, für die Gleich­stel­lung zu sor­gen

Aus­führ­lich

CSU

  • sieht gleich­ge­schlecht­li­che Part­ner­schaf­ten als schutz­wür­dig
  • möch­te teils kei­ne Gleich­set­zung mit der Ehe
  • hat inner­par­tei­lich eine neue Bewe­gung, die sich für die Gleich­stel­lung ein­setzt

Aus­führ­lich

SPD

  • möch­te die Ehe für homo­se­xu­el­le Paa­re öff­nen
  • for­dert die Klä­rung des Begriffs „sexu­el­le Iden­ti­tät“ im Grund­ge­setz
  • will eine Debat­te über Gleich­be­rech­ti­gung von Homo­se­xu­el­len
  • will prü­fen, ob es mög­lich ist, anti­ho­mo­se­xu­el­le Gewalt in Poli­zei­sta­tis­ti­ken beson­ders aus­zu­wei­sen

Aus­führ­lich

AfD

  • steht für die tra­di­tio­nel­le Ehe zwi­schen Mann und Frau
  • trifft kei­ne kon­kre­te Aus­sa­ge für oder gegen die Gleich­stel­lung von gleich­ge­schlecht­li­chen Part­ner­schaf­ten und der Ehe
  • Par­tei­che­fin Frau­ke Petry erkennt kei­ne Benach­tei­li­gung oder Dis­kri­mi­nie­rung in der unter­schied­li­chen Behand­lung bei­der For­men

Aus­führ­lich

B90/Grüne

  • for­dern die Ehe für gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re
  • for­dern außer­dem ein gemein­schaft­li­ches Adop­ti­ons­recht
  • wol­len grö­ße­re Aner­ken­nung für Fami­li­en mit gleich­ge­schlecht­li­chen Eltern

Aus­führ­lich

CDU

  • wirbt für Tole­ranz gegen­über gleich­ge­schlecht­li­chen Part­ner­schaf­ten
  • ist gegen eine Gleich­stel­lung von gleich­ge­schlecht­li­chen Ehen
  • sieht die Ehe zwi­schen Mann und Frau als Kern­ele­ment der deut­schen Gesell­schaft
  • will die tra­di­tio­nel­le Ehe zwi­schen Mann und Frau in Zukunft wei­ter för­dern

Aus­führ­lich