Die Kal­te Pro­gres­si­on bezeich­net den Vor­gang, bei dem die Nomi­nal­ein­kom­men stei­gen, sich die Real­ein­kom­men jedoch nicht erhö­hen. Das Nomi­nal­ein­kom­men kann z.B. durch Gehalts­er­hö­hun­gen anstei­gen. Dies führt aber nicht zwangs­läu­fig zu einer ent­spre­chend star­ken Stei­ge­rung des Realeinkommens.

Mit stei­gen­den Nomi­nal­ein­kom­men steigt auch der zu zah­len­de Steu­er­satz, wodurch – in Kom­bi­na­ti­on mit Kal­ter Pro­gres­si­on – weni­ger „Net­to vom Brut­to“ übrig­blei­ben kann. Zudem kön­nen im Zeit­ver­lauf die Prei­se für Waren und Dienst­leis­tun­gen stei­gen. Die Kom­bi­na­ti­on aus einem höhe­ren Steu­er­satz bei stei­gen­den Ein­kom­men und aus gestie­ge­nen Prei­sen bzw. einer hohen Infla­ti­ons­ra­te führt dazu, dass trotz einer Erhö­hung des Nomi­nal­ein­kom­mens die Kauf­kraft nicht wei­ter ansteigt.

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Posi­tio­nen der Par­tei­en zur Kal­ten Progression

FDP

 

  • for­dert die dau­er­haf­te Besei­ti­gung der Kal­ten Progression
  • will eine regel­mä­ßi­ge Anpas­sung des Steu­er­sys­tems an die Inflation
  • ist für mehr Steu­er­ge­rech­tig­keit und Ent­las­tung der Bürger
  • strebt ein neu­es Steu­er­sys­tem an
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AfD

  • plant, das Steu­er­sys­tem zu vereinfachen
  • for­dert einen Stu­fen­ta­rif mit höhe­ren Steuerfreibeträgen
  • will das Steu­er­sys­tem an die Infla­ti­on anpas­sen, um die Kal­te Pro­gres­si­on zu vermeiden
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SPD

 

  • hat Maß­nah­men bereits in der Legis­la­tur­pe­ri­ode beschlossen
  • will nicht auf ein­zel­ne Steu­ern schau­en, son­dern auf die gan­ze Wir­kung der Steu­ern und Abgaben
  • sieht Bedarf nach mehr Steuergerechtigkeit
  • will kei­ne fal­schen Ver­spre­chun­gen geben
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Linke

  • trifft auf Bun­des­ebe­ne kei­ne aktu­el­le Aus­sa­ge zur Kal­ten Progression
  • kri­ti­siert die Bun­des­re­gie­rung für man­geln­des Engagement
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B90/Grüne

 

  • bezieht im Grund­satz- und im Wahl­pro­gramm kei­ne Stel­lung zur Kal­ten Progression
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CDU

  • will die Aus­wir­kun­gen der kal­ten Pro­gres­si­on mindern
  • will lang­fris­tig für die Abschaf­fung der kal­ten Pro­gres­si­on sor­gen, ohne dabei neue Schul­den auf­neh­men zu müssen
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CSU

  • möch­te der Kal­ten Pro­gres­si­on mit Steu­er­sen­kun­gen entgegenwirken
  • will dazu den Soli­da­ri­täts­zu­schlag abschaffen
  • for­dert zudem eine Abschaf­fung der Stromsteuer
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