Der gesetz­li­che Min­dest­lohn in Deutsch­land gilt seit dem 01. Janu­ar 2015 und beträgt aktu­ell 8,50 Euro brut­to je Zeit­stun­de. Die­ser Stun­den­lohn bil­det die Unter­gren­ze der Bezah­lung und darf folg­lich nicht unter­schrit­ten wer­den. Dies betrifft der­zeit rund 3,7 Mil­lio­nen Arbeit­neh­mer in Deutsch­land.

Aus­nah­men vom Min­dest­lohn bil­den Lang­zeit­ar­beits­lo­se in den ers­ten sechs Mona­ten ihrer neu­en Tätig­keit, sowie Aus­zu­bil­den­de und Prak­ti­kan­ten mit Anstel­lun­gen unter drei Mona­ten. Bis Ende 2016 kön­nen zudem Tarif­ver­trä­ge den Min­dest­lohn unter­schrei­ten, ab 2017 gilt die Unter­gren­ze jedoch in allen Bran­chen.

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Posi­tio­nen der Par­tei­en zum Min­dest­lohn

FDP

 

  • for­dert eine Kor­rek­tur des Min­dest­lohn­ge­set­zes und damit eine ein­fa­che, unbü­ro­kra­ti­sche Rege­lung für Arbeit­ge­ber
  • will Auf­trag­ge­ber bei Ver­stö­ßen von Sub­un­ter­neh­men von der Haf­tung befrei­en
  • strebt an, die Ein­kom­mens­gren­ze für die Doku­men­ta­ti­ons­pflicht auf unter 2000 Euro zu sen­ken
  • spricht sich dafür aus, Mini­job­ber von der Doku­men­ta­ti­ons­pflicht zu befrei­en, wenn sie einen Ver­dienst von 8,50 Euro haben

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AfD

  • ist für einen Erhalt des Min­dest­lohns
  • sieht den Min­dest­lohn als Schutz vor zu erwar­ten­dem Lohn­druck durch Mas­sen­mi­gra­ti­on
  • bezeich­net den Min­dest­lohn als zu nied­rig

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B90/Grüne

 

  • for­dern die Abschaf­fung der Min­dest­lohn-Aus­nah­me für Lang­zeit­ar­beits­lo­se
  • sind gegen Aus­nah­me­re­ge­lun­gen wäh­rend der Zeit der Ein­füh­rung (bis 2017)
  • Vize-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de möch­te Min­dest­ho­no­rar für Selbst­stän­di­ge

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Linke

  • setzt sich aktiv für den Min­dest­lohn ein
  • for­dert eine Erhö­hung des Min­dest­lohn­ni­veaus auf 10 € pro Stun­de
  • for­dert wirk­sa­me­re Kon­trol­len und eine bes­se­re Auf­klä­rung
  • for­dert kla­re­re gesetz­li­che Defi­ni­tio­nen über die Fest­le­gung des Stun­den­sat­zes hin­aus

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CDU

  • steht für den Min­dest­lohn ein
  • hät­te tarif­li­chen Min­dest­lohn bevor­zugt
  • will Arbeit­neh­mer­inter­es­sen aber auch die der Wirt­schaft schüt­zen
  • ver­such­te, den Min­dest­lohn für Flücht­lin­ge aus­zu­set­zen, schei­ter­te aller­dings

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SPD

 

  • sieht sich als Initia­tor des Min­dest­lohns
  • will so Lohn­dum­ping bekämp­fen
  • möch­te den Lohn­un­ter­schied zwi­schen Ost und West anglei­chen
  • begrüßt die Ent­schei­dung der Kom­mis­si­on zur Stei­ge­rung des Min­dest­lohns

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CSU

  • ist gegen eine Erhö­hung des Min­dest­lohns
  • ist der Mei­nung, dass ein hoher Min­dest­lohn gerin­ger qua­li­fi­zier­ten Arbeits­kräf­ten den Arbeits­markt­zu­gang erschwert
  • for­dert weni­ger Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten für Mini­jobs
  • möch­te die Auf­trag­ge­ber­haf­tung strei­chen

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