CSU

Die Christ­lich-Sozia­le Uni­on in Bay­ern e.V. (CSU) hat eine Son­der­stel­lung in der deut­schen Par­tei­en­land­schaft. Es han­delt es sich um eine am 13. Okto­ber 1945 gegrün­de­te Regio­nal­par­tei, die bei Wah­len eigen­stän­dig nur in Bay­ern antritt. Den­noch ver­fügt sie dort über den Sta­tus einer Volks­par­tei und kann auf eine län­ge­re Regie­rungs­zeit zurück­bli­cken als jeder Lan­des­ver­band einer ande­ren deut­schen Par­tei. Der Erfolg ist mit der Dop­pel­rol­le als Lan­des- und Bun­des­par­tei eng ver­knüpft. Seit 1949 besteht die CSU in einer Frak­ti­ons­ge­mein­schaft mit der CDU im Bun­des­tag. Die Par­tei­en ver­fü­gen bei gemein­sa­men Beschlüs­sen in grund­sätz­li­chen Fra­gen über ein Veto­recht. Durch die orga­ni­sa­to­ri­sche Eigen­stän­dig­keit kann die CSU baye­ri­sche Inter­es­sen auf Bun­des­ebe­ne effek­ti­ver ver­tre­ten als die abhän­gi­gen Lan­des­ver­bän­de der ande­ren Par­tei­en. Dies sichert ihr gegen­über der poli­ti­schen Kon­kur­renz in Bay­ern einen erheb­li­chen Wett­be­werbs­vor­teil.

Ein wei­te­rer Erfolgs­fak­tor liegt in der orga­ni­sa­to­ri­schen Stär­ke der Par­tei. Die­se war schon in den 1950er Jah­ren gezwun­gen, einen sta­bi­len und schlag­kräf­ti­gen Par­tei­ap­pa­rat auf­zu­bau­en. Durch die Kon­kur­renz der Bay­ern­par­tei muss­te die CSU früh­zei­tig poten­zi­el­le Wäh­ler an sich bin­den. So konn­te sie den Allein­ver­tre­tungs­an­spruch im bür­ger­lich-kon­ser­va­ti­ven Lager erst­mals Anfang der sech­zi­ger Jah­re durch­set­zen. Von den Jah­ren 1966 bis 2008 regier­te sie in Bay­ern ohne Koali­ti­ons­part­ner. Seit dem Jahr 2013 ist dies erneut der Fall.

Die Pro­gram­ma­tik der CSU wird von drei Ziel­set­zun­gen getra­gen:

Sie ver­steht sie sich als bür­ger­lich-kon­ser­va­ti­ve Samm­lungs­par­tei, außer­dem ist sie christ­lich in einem über­kon­fes­sio­nel­len und nicht­kirch­li­chen Sin­ne. Des Wei­te­ren setzt sie sich für die Eigen­staat­lich­keit Bay­erns inner­halb Deutsch­lands und Euro­pas ein. Wäh­rend die CSU in der Fami­li­en- und Gesell­schafts­po­li­tik kon­ser­va­ti­ve­re Posi­tio­nen ver­tritt als ihre Schwes­ter­par­tei CDU, ver­tre­ten bei­de Par­tei­en in ihren wirt­schafts- und sozi­al­po­li­ti­schen Vor­stel­lun­gen weit­ge­hend gemein­sa­me Inter­es­sen.

Die Par­tei hat seit ihrer Grün­dung fast aus­schließ­lich den bay­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten gestellt. Per­sön­lich­kei­ten wie Franz Josef Strauß und Edmund Stoi­ber brach­ten unter­schied­li­che Kurs­rich­tun­gen für die Par­tei her­vor. Seit Okto­ber 2008 ist Horst See­ho­fer Minis­ter­prä­si­dent von Bay­ern sowie der ers­te Vor­sit­zen­de der CSU.

In Bay­ern ver­bin­det die CSU rich­tung­wei­sen­de Wer­te­ge­bun­den­heit mit einem anwen­dungs­be­zo­ge­nen Regie­rungs­stil, der auch kurz­fris­ti­ge Kurs­wech­sel erlaubt. Gleich­zei­tig beherrscht sie die Fähig­keit der popu­lis­ti­schen Wäh­ler­an­spra­che.

Grund­satz­pro­gramm der CSU:

http://csu-grundsatzprogramm.de/wp-content/uploads/CSU_Grundsatzprogramm.pdf

POLI­TI­KER DER CSU

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