FDP

Die Freie Demo­kra­ti­sche Par­tei wur­de auf dem FDP-Grün­dungs­par­tei­tag am 11./12. Dezem­ber 1948 in Hep­pen­heim an der Berg­stra­ße gegrün­det. Es war dabei ein Zusam­men­schluss aller 13 libe­ra­len Lan­des­ver­bän­de der drei west­li­chen Besat­zungs­zo­nen. Zunächst hieß die Par­tei noch Libe­ral­de­mo­kra­ti­sche Par­tei (LDP). Der Name konn­te sich jedoch nicht durch­set­zen und wur­de durch den Namen Freie Demo­kra­ti­sche Par­tei (FDP) ersetzt. Die libe­ra­le Par­tei posi­tio­niert sich im poli­ti­schen Spek­trum Deutsch­lands von der sozi­al­li­be­ra­len Mit­te bis rechts der Mit­te.

Im Grund­satz stim­men die Libe­ra­len für Frei­heit vor Sicher­heit und Gleich­heit, für Markt statt Staat, für das Indi­vi­du­um anstel­le des Kol­lek­tivs oder der Gemein­schaft. Seit 1949 hat sich die FDP immer wie­der als Par­tei des markt­wirt­schaft­li­chen, des rechts­staat­li­chen und des kul­tu­rel­len Libe­ra­lis­mus pro­fi­liert. Die gegen­wär­ti­gen Leit­li­ni­en sind in den “Karls­ru­her Frei­heits­the­sen der FDP für eine offe­ne Bür­ger­ge­sell­schaft“ von 2012 ver­an­kert. Sie lösen die “Wies­ba­de­ner Grund­sät­ze“ von 1997 als Grund­satz­pro­gramm ab. Außer­dem hat die Par­tei ein “Bür­ger­pro­gramm“ für die Bun­des­tags­wahl 2013 beschlos­sen. Im aktu­el­len Grund­satz­pro­gramm bekräf­tigt die FDP eine Poli­tik für die Frei­heit des Ein­zel­nen, für Tole­ranz, für Bil­dung und Wachs­tum um damit die Chan­cen des ein­zel­nen Bür­gers und sein Recht auf Selbst­ent­fal­tung zu sichern. Gleich­zei­tig ver­sucht die Par­tei neue Visio­nen für die Frei­heits­ord­nun­gen der Gesell­schaft in Deutsch­land und Euro­pa zu ent­wi­ckeln. Dazu heißt es in den Karls­ru­her Frei­heits­the­sen: „Für eine star­ke Sozia­le Markt­wirt­schaft, für eine neue Bür­ger­de­mo­kra­tie und einen fai­ren, schul­den­frei­en Staat.“

Unter der Füh­rung des Par­tei­vor­sit­zen­den Chris­ti­an Lind­ner umfasst die FDP ca. 54.000 Mit­glie­der. Zu den stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den gehö­ren die Poli­ti­ker Wolf­gang Kubicki, Marie-Agnes Strack-Zim­mer­mann und Kat­ja Suding. Den Frei­en Demo­kra­ten kommt in der poli­ti­schen Geschich­te der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land eine beson­de­re Bedeu­tung zu, da kei­ne ande­re Par­tei so oft Teil der Bun­des­re­gie­rung war wie die FDP. Von ins­ge­samt 67 Jah­ren waren die Libe­ra­len in 46 Jah­ren an der Regie­rung betei­ligt. Zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt ist sie jedoch nicht Teil der Bun­des­re­gie­rung. Das Obers­te Beschluss­or­gan der FDP ist der Bun­des­par­tei­tag (BPT). Er setzt sich zusam­men aus 662 Dele­gier­ten wovon 660 aus den 16 Lan­des­ver­bän­den und zwei aus der Aus­lands­grup­pe Euro­pa stam­men.

Nach­dem die FDP bei der Bun­des­tags­wahl 2013 kei­nen Platz in der Regie­rung erlan­gen konn­te, hat­te sich die Par­tei dazu ent­schlos­sen, eine fun­dier­te Auf­ar­bei­tung und sorg­fäl­ti­ge Stra­te­gie­ent­wick­lung unter Ein­bin­dung ihrer Mit­glie­der zu unter­zie­hen. Die inhalt­li­che Schär­fung des poli­ti­schen Pro­fils und die trans­pa­ren­te Neu­aus­rich­tung der FDP soll­ten auch nach außen erkenn­bar sein und durch einen werb­li­chen Neu­auf­tritt doku­men­tiert wer­den. Daher wur­de im Mai 2015 auf dem 66. Ordent­li­chen Bun­des­par­tei­tag das Leit­bild der FDP noch ein­mal kon­kre­ti­siert.

Par­tei­pro­gramm der FDP:

https://www.fdp.de/files/408/Karlsruher_Freiheitsthesen.pdf

 

POLI­TI­KER DER FDP

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