Das Ren­ten­sys­tem in Deutsch­land funk­tio­niert wie folgt: die Höhe der monat­li­chen Ren­ten­zah­lun­gen berech­net sich anhand der Ren­ten­for­mel. Laut die­ser ist die Ren­te das Pro­dukt (Mul­ti­pli­ka­ti­on) aus den Ent­gelt­punk­ten, dem Zugangs­fak­tor (ent­spricht Ein­tritts­al­ter), dem Ren­ten­art­fak­tor (ent­spricht der Art der Ren­te) und dem Ren­ten­wert, wel­cher im Juli jeden Jah­res abhän­gig von Lohn, Bei­trags­satz und Demo­gra­phie fest­ge­legt wird.

Im Jahr 2016 betrug die durch­schnitt­li­che Ren­te bis­her 1198 € net­to, was 47,80 % des durch­schnitt­li­chen Ein­kom­mens in Deutsch­land ent­spricht. Die­sen Pro­zent­satz, der sich jähr­lich ändern kann, nennt man Ren­ten­ni­veau. Zwar ent­spricht die Ren­ten­hö­he grob dem durch­schnitt­li­chen Ver­dienst einer Per­son, von dem Ren­ten­be­trag wer­den jedoch noch die Kran­ken­ver­si­che­rung und Steu­ern abge­zo­gen. Ein Wert­ver­lust durch Infla­ti­on kommt eben­so hin­zu.

Zum Ren­ten­rech­ner der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung geht es hier.

Quel­le: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/0_Home/home_node.html

 

Posi­tio­nen der Par­tei­en zum Ren­ten­sys­tem

B90/Grüne

 

  • for­dern eine Stär­kung der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung
  • wol­len eine Bür­ger­ver­si­che­rung, in die alle Berufs­grup­pen ein­zah­len
  • stre­ben ein sta­bi­les Ren­ten­ni­veau von 46 % an
  • for­dern eine steu­er­fi­nan­zier­te Garan­tie­ren­te nach mini­mal 30 Jah­ren
  • möch­ten ein fle­xi­bles Ren­ten­ein­tritts­al­ter

Aus­führ­lich

AfD

  • for­dert eine akti­vie­ren­de Grund­si­che­rung
  • will Kin­der und Erzie­hungs­leis­tung beim Ren­ten­ein­tritt begüns­ti­gen
  • for­dert eine Reform der Alters­vor­sor­ge der Abge­ord­ne­ten
  • Frau­ke Petry geht von einer Ver­län­ge­rung der Lebens­ar­beits­zeit aus
  • Jörg Meu­then erklärt die Ries­ter­ren­te für geschei­tert

Aus­führ­lich

CSU

  • for­dert den Beschluss der Müt­ter­ren­te
  • strebt die Ein­füh­rung der Fle­xi­ren­te mit 63 Jah­ren an, bei 45 Bei­trags­jah­ren
  • voll­zieht eine Kehrt­wen­de in der Ren­ten­po­li­tik
  • ist für die For­de­rung eines sta­bi­len Ren­ten­ni­veaus zur Bekämp­fung von Alters­ar­mut

Aus­führ­lich

Linke

  • for­dert eine gesetz­li­che Ren­te
  • will, dass die­se von Unter­neh­men und Beschäf­tig­ten zu glei­chen Antei­len getra­gen wird
  • for­dert eine Min­dest­ren­te von 1050 €
  • for­dert eine Anglei­chung von Ren­ten in Ost- und West­deutsch­land
  • lehnt das aktu­el­le Ren­ten­mo­dell ab

Aus­führ­lich

SPD

 

  • will eine Min­dest­ren­te von 850 €
  • will die betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge för­dern
  • for­dert eine bes­se­re Berück­sich­ti­gung der fami­li­en­be­ding­ten Erwerbs­ver­läu­fe
  • möch­te die Ost-West Ren­ten­sys­te­me bis zum Jahr 2020 anglei­chen
  • for­dert mehr Trans­pa­renz und Effi­zi­enz bei der Ries­ter-Ren­te

Aus­führ­lich

CDU

  • kon­sta­tiert, dass die Ren­te auf drei Säu­len ruht: gesetz­li­che Ren­te, sowie pri­va­te und betrieb­li­che Vor­sor­ge
  • for­dern eine Berück­sich­ti­gung von Erzie­hungs- oder Pfle­ge­zei­ten bei der Ren­ten­be­rech­nung
  • erach­ten pri­va­te und betrieb­li­che Vor­sor­ge als wich­tig, um Defi­zi­te bei der gesetz­li­chen Ren­te aus­zu­glei­chen

Aus­führ­lich

FDP

 

  • for­dert eine fle­xi­ble Alters­vor­sor­ge durch einen indi­vi­du­el­len Bau­kas­ten
  • will ein Vor­sor­ge­kon­to für mehr Trans­pa­renz ein­füh­ren
  • möch­te mehr Frei­raum und Ren­ta­bi­li­tät für pri­va­te Alters­vor­sor­ge
  • plant geziel­te Maß­nah­men gegen Alters­ar­mut
  • for­dert die Ein­füh­rung der Schul­den­brem­se 2.0

Aus­führ­lich