Der Rund­funk­bei­trag ist eine Zah­lung, die unter Ande­rem zur Finan­zie­rung der Grund­ver­sor­gung durch die öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten ein­ge­zo­gen wird. Er ist von jedem Haus­halt zu zah­len, außer von Bür­gern, die bestimm­te Sozi­al­leis­tun­gen emp­fan­gen, von Asyl­be­wer­bern und Men­schen mit bestimm­ten Behin­de­run­gen. 

Im Gegen­zug zu den Rund­funk­ge­büh­ren, wel­che an die Inan­spruch­nah­me einer Leis­tung gebun­den waren (z.B. Fern­se­hen) und daher ledig­lich von Gerä­te­be­sit­zern bezahlt wer­den muss­ten, ist seit 2013 der Rund­funk­bei­trag durch jeden Haus­halt zu zah­len. Die Zah­lung ist dabei unab­hän­gig von der Anzahl der Bewoh­ner oder davon, ob ein Emp­fangs­ge­rät exis­tiert.

Die Ein­nah­men belie­fen sich im Jahr 2014 auf rund 8,324 Mil­li­ar­den Euro und finan­zier­ten cir­ca 67 Radio- und 22 Fern­seh­sen­der.

Posi­tio­nen der Par­tei­en zum Rund­funk­bei­trag

AfD

  • will eine end­gül­ti­ge Abschaf­fung des Rund­funk­bei­trags
  • hält den Bei­trag für unge­recht
  • for­dert weni­ger öffent­lich-recht­li­che Sen­der
  • ruft ver­ein­zelt zum Boy­kott der „Staats­sen­der“ auf

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Linke

  • befür­wor­tet grund­sätz­lich den öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk
  • kri­ti­siert die schwan­ken­de Höhe des Rund­funk­bei­tra­ges
  • for­dert eine sta­bi­le Höhe des Rund­funk­bei­tra­ges
  • for­dert mehr Aus­nah­me­re­ge­lun­gen für sozi­al schwä­che­re Bei­trags­zah­ler
  • kri­ti­siert das Vor­ge­hen der Gebüh­ren­er­he­bung

Aus­führ­lich

CDU

  • betont die Rol­le der öffent­lich-recht­li­chen Sen­der in der heu­ti­gen Zeit
  • spricht sich für das dua­le Rund­funk­sys­tem aus
  • stellt fest, dass der Rund­funk­bei­trag Län­der­sa­che ist
  • Kanz­le­rin Mer­kel rief die Öffent­lich-recht­li­chen 2013 zum Spa­ren auf

Aus­führ­lich

SPD

 

  • befür­wor­tet das Rund­funk­ge­büh­ren­mo­dell
  • will so die Qua­li­tät und Viel­falt in der deut­schen Medi­en­land­schaft hal­ten
  • sieht die Ver­ant­wor­tung bei den Öffent­lich-Recht­li­chen, eine hohe Akzep­tanz bei der Bevöl­ke­rung zu schaf­fen
  • will auch die Rah­men­be­din­gun­gen für pri­va­te Anbie­ter ver­bes­sern

Aus­führ­lich

FDP

 

  • kri­ti­siert den neu­en Rund­funk­bei­trag und for­dert eine Reform der Finan­zie­rung
  • möch­te die Mehr­fach­be­las­tung für die Bür­ger abschaf­fen
  • will die Medi­en­ab­ga­be per­so­nen­be­zo­gen gestal­ten
  • for­dert, dass nur ein­kom­mens­steu­er­pflich­ti­ge Bür­ger betrof­fen wer­den

Aus­führ­lich

CSU

  • möch­te Ent­las­tun­gen für stark belas­te­te Bei­trags­zah­ler
  • will mög­li­che Mehr­ein­nah­men umver­tei­len
  • möch­te ein öffent­lich-recht­li­ches Inte­gra­ti­ons­fern­se­hen für Geflüch­te­te
  • steht zur Ent­schei­dung für einen Rund­funk­bei­trag für jeden Haus­halt

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B90/Grüne

 

  • ist für den Rund­funk­bei­trag
  • erach­tet öffent­lich-recht­li­che Medi­en für wich­tig
  • ver­tei­digt die Reform der Rund­funk­ge­bühr von 2013
  • plä­diert für ande­re Ver­wen­dung der Gebüh­ren

Aus­führ­lich