Der Strom­preis ist in den letz­ten zehn Jah­ren um rund 66 % gestie­gen und wird auch im Jahr 2017 wei­ter anstei­gen. Der Haupt­grund für den Strom­preis­an­stieg im neu­en Jahr ist die soge­nann­te EEG-Umla­ge: Die­se soll 2017 von 6,35 Cent pro Kilo­watt­stun­de Strom auf 6,88 Cent stei­gen. Das wird sich beim End­ver­brau­cher mit einem durch­schnitt­li­chen Kos­ten­an­stieg von cir­ca 30 Euro pro Jahr bemerk­bar machen (bei einem Ver­brauch von ca. 5000 kWh / Jahr).

Die EEG-Umla­ge (Erneu­er­ba­re-Ener­gi­en-Gesetz-Umla­ge) dient dazu, die Dif­fe­renz zwi­schen dem garan­tier­ten Abnah­me­preis für Öko­strom und dem Bör­sen­preis aus­zu­glei­chen. Mit­hil­fe der EEG-Umla­ge wird der Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gi­en finan­ziert. Bezahlt wird sie durch die vier größ­ten Strom­netz­be­trei­ber Deutsch­lands (E.ON, RWE, EnBW, Vat­ten­fall), wel­che die Kos­ten dann auf die Ver­brau­cher umle­gen. Grund für den star­ken Anstieg der EEG-Umla­ge ist, dass der Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gi­en zusätz­lich zur bereits vor­han­de­nen Voll­ver­sor­gung anfällt. Durch die­sen Über­schuss sin­ken die Prei­se für kon­ven­tio­nel­len Strom, sodass die Dif­fe­renz – wel­che die EEG-Umla­ge aus­gleicht – steigt.

Posi­tio­nen der Par­tei­en zum Strom­preis

CSU

  • hält eine Abschaf­fung der Strom­steu­er für mög­lich
  • Staats­aus­ga­ben sol­len stei­gen­de Strom­prei­se ver­hin­dern
  • möch­te die End­ver­brau­cher ent­las­ten
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Linke

  • ist für eine staat­li­che Regu­lie­rung der Strom­kos­ten
  • kri­ti­siert die ste­tig stei­gen­den Strom­prei­se der letz­ten Jah­re
  • for­dert eine öko­lo­gi­sche und sozia­le Ener­gie­wen­de
Aus­führ­lich

FDP

 

  • setzt sich für eine bezahl­ba­re, siche­re und ver­nünf­ti­ge Strom­ver­sor­gung ein
  • ist für die Abschaf­fung des Erneu­er­ba­re-Ener­gi­en-Geset­zes
  • will die Strom­steu­er sen­ken, um so die Bür­ger zu ent­las­ten
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CDU

  • ist für den Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gi­en und der Strom­net­ze
  • will dabei die Kos­ten für den Ver­brau­cher mög­lichst gering­hal­ten
  • über­legt, die EEG-Umla­ge abzu­schaf­fen
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B90/Grüne

 

  • sehen Wär­me­kos­ten als aus­schlag­ge­bend für hohe Strom­kos­ten
  • wol­len Pri­vat­haus­hal­te, sowie klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Betrie­be bei den Kos­ten für die Ener­gie­wen­de ent­las­ten
  • sind für ein Ende der EEG-Umla­ge
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AfD

  • hält das EEG für nicht refor­mier­bar
  • möch­te das EEG abschaf­fen
  • kri­ti­siert, dass Ver­brau­cher die Kos­ten für die Ener­gie­wen­de tra­gen müs­sen
  • sieht Stand­ort­nach­tei­le in stei­gen­den Strom­prei­sen
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SPD

 

  • hält am Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gi­en fest
  • will die Strom­steu­er sen­ken
  • sieht den Umbau des Strom­mark­tes als eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit
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