TTIP, aus­ge­schrie­ben Trans­at­lan­tic Tra­de and Invest­ment Part­nership (Trans­at­lan­ti­sche Han­dels- und Inves­ti­ti­ons­part­ner­schaft), bezeich­net ein geplan­tes Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka. Das Abkom­men soll den Han­del zwi­schen der EU und den USA ver­ein­fa­chen und dadurch die Wirt­schafts­kraft und das Wachs­tum bei­der Regio­nen stär­ken.

Um das zu errei­chen, sol­len vor allem Zöl­le und Han­dels­bar­rie­ren auf bei­den Sei­ten abge­baut wer­den. Im Mit­tel­punkt der Pla­nung ste­hen dabei die Anglei­chung nicht-tarifä­rer Han­dels­hemm­nis­se, wel­che bis­her hohe Kos­ten im trans­at­lan­ti­schen Han­del ver­ur­sa­chen. Kon­kret geht es um die Pro­ble­ma­tik, dass Unter­neh­men auf­grund unter­schied­li­cher Stan­dards in Euro­pa und den USA häu­fig zwei ver­schie­de­ne Pro­dukt­va­ri­an­ten anbie­ten müs­sen – eine für jede Regi­on.

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Posi­tio­nen der Par­tei­en zu ttip

CSU

  • for­dert mehr Trans­pa­renz bei den Ver­hand­lun­gen
  • ver­weist auf lan­ge Ver­hand­lun­gen bis zur Eini­gung
  • möch­te hohe euro­päi­sche Stan­dards bei­be­hal­ten
  • macht die Zustim­mung von posi­ti­ven Ver­hand­lungs­er­geb­nis­sen abhän­gig
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FDP

 

  • spricht sich für das Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP aus
  • betont die sich dabei bie­ten­den Chan­cen für stei­gen­den Wohl­stand
  • for­dert die Regie­rung auf, das Han­dels­ab­kom­men mit den USA umzu­set­zen
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SPD

 

  • ist gegen das Frei­han­dels­ab­kom­men in sei­ner jet­zi­gen Form
  • erklärt die bewähr­ten Stan­dards in Euro­pa als eine Grund­vor­aus­set­zung erfolg­rei­cher Ver­hand­lun­gen
  • sieht beim geplan­ten Han­dels­ab­kom­men eine Aus­höh­lung der euro­päi­schen Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz-Stan­dards
  • hält das Abkom­men für de fac­to geschei­tert
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AfD

  • lehnt TTIP unter den der­zei­ti­gen Bedin­gun­gen ab
  • for­dert fai­re Bedin­gun­gen für bei­de Part­ner
  • will trans­pa­ren­te Ver­hand­lungs­be­din­gun­gen
  • befürch­tet eine Ent­frem­dung zwi­schen Euro­pa und Russ­land
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Linke

  • spricht sich klar gegen TTIP aus
  • for­dert den sofor­ti­gen Stopp der Ver­hand­lun­gen
  • sieht in TTIP den Ver­such, Kon­zer­ne gegen­über Bür­gern zu bevor­tei­len
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B90/Grüne

 

  • sind gegen TTIP in sei­ner jet­zi­gen Form
  • sehen deut­lich mehr Trans­pa­renz bei Ver­hand­lun­gen als not­wen­dig
  • for­dern, dass Gesund­heit, Kli­ma­schutz und Ver­brau­cher­rech­te über Pro­fit­in­ter­es­se gestellt wird
  • wol­len glo­ba­len Han­del nicht bila­te­ral, son­dern mul­ti­la­te­ral gestal­tet sehen
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CDU

  • ist für ein Zustan­de­kom­men von TTIP
  • sieht Chan­cen vor allem für die Wirt­schaft
  • erhofft sich durch das Abkom­men bis zu 200.000 neue Arbeits­plät­ze in Deutsch­land
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