In der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land wird zwi­schen akti­vem und pas­si­vem Wahl­recht unter­schie­den. Das akti­ve Wahl­recht bezeich­net das Recht zu wäh­len, wohin­ge­gen das pas­si­ve Wahl­recht das Recht gewählt zu wer­den meint. Wahl­be­rech­tigt sind deut­sche Staats­bür­ger ab dem voll­ende­ten 18. Lebens­jahr, bei­spiels­wei­se bei Bun­des­tags­wah­len, Wah­len der Lan­des­par­la­men­te oder von Städ­te- und Gemeinderäten. 

Die Eröff­nung des akti­ven Wahl­rechts für Per­so­nen ab dem 16. Lebens­jahr ist ein immer wie­der­keh­ren­der Vor­stoß, wel­cher unter­schied­li­che Vor- und Nach­tei­le birgt:

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Posi­tio­nen der Par­tei­en zum Wahl­recht ab 16 Jahren

B90/Grüne
 

  • wol­len das Wahl­recht auf min­des­tens 16 Jah­re herabsetzen
  • Jugend­li­che sol­len in ihren Bedürf­nis­sen ernst­ge­nom­men werden
  • sehen Jugend­li­che als ein­sich­tig und ver­ant­wor­tungs­be­wusst genug
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CDU

  • ist gegen eine Her­ab­set­zung des Wahl­al­ters auf 16 Jahre
  • begrün­det dies damit, dass Jugend­li­che auch erst mit 18 vor dem Gesetz als ‘erwach­sen‘ gelten
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Linke

  • for­dert das Wahl­recht ab dem 16. Lebensjahr
  • for­dert eine stär­ke­re Mit­ein­be­zie­hung von Kin­dern und Jugend­li­chen in der Politik
  • unter­stützt ent­spre­chen­de Initia­ti­ven ande­rer Parteien
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CSU

Die CSU hat sich noch nicht aus­rei­chend genug zum Wahl­recht ab 16 Jah­ren geäu­ßert, um einen Ver­gleich mit ande­ren Par­tei­en zu ermöglichen.

SPD
 

  • ist für ein Wahl­recht ab 16 Jahren
  • for­dert, jun­ge Men­schen als gleich­be­rech­tig­te Part­ner anzuerkennen
  • will Rah­men­be­din­gun­gen für das poli­ti­sche Enga­ge­ment jun­ger Men­schen gezielt verbessern
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AfD

  • trifft auf Bun­des­ebe­ne kei­ne Aus­sa­ge zum Wahl­recht ab dem 16. Lebensjahr
  • lehnt in Thü­rin­gen eine Absen­kung des Wahl­al­ters ab
  • for­dert ein stär­ke­res Familienwahlrecht
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FDP
 

  • setzt sich in meh­re­ren Bun­des­län­dern für das Wahl­recht ab 16 ein
  • sehen Jugend­li­che in der Lage, eige­ne Ent­schei­dun­gen rich­tig beur­tei­len zu können
  • ver­folgt damit kei­nen erzie­he­ri­schen Ansatz
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